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Familie
Minus
Plastik

Wir wollen Veränderung schaffen!

Update 2021 - zwei Jahre Familie Minus Plastik

Gestartet sind wir ja mal mit dem Ansatz möglichst viel Plastik aus unserem Leben zu verbannen. Doch nach und nach stellten sich neue Fragen, wollten wir nicht nur auf Plastik verzichten, sondern so nachhaltig wie möglich leben. Wir wollten unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten, weniger CO2 verursachen.

 

Dabei kommt es dann immer wieder zu Konflikten zwischen der Anfangsbemühung möglichst auf Plastik zu verzichten, und unsere zweiten Ambition so nachhaltig wie möglich zu leben. Wir ernähren uns mittlerweile bspw. größtenteils vegetarisch, allerdings wollen die Kinder weiter „Wurst“ auf dem Brot essen, nur eben vegetarische Wurst. Die gibt es aber nicht an der Frischetheke, sondern nur in Plastik verpackt. Das gleiche gilt für Hafermilch, die wir in unseren Supermärkten nicht im Mehrwegglas kaufen können. Beides verursacht wiederum etwas mehr Müll. Für uns ist das ein echtes Problem. Doch es zeigt sehr anschaulich die Abwägungen die immer wieder getroffen werden müssen.  

 

Wir sind überzeugt, dass viel im Kleinen starten kann. Zum einen, weil jeder kleine Schritt zählt, und zum zweiten, weil Hersteller sich nach veränderten Bedürfnissen von Kunden richten. Je mehr auf Nachhaltigkeit achten, desto mehr nachhaltige Produkte wird es auch geben. Als wir mit unserem Plastikverzicht starteten, gab es bspw. noch keine festen Shampoos in Drogerien und Supermärkten zu kaufen, genauso wenig wie festes Deo. Mittlerweile erhält man es fast überall.

 

Wir haben als 5-köpfige Familie den Konsum tierischer Produkte so stark reduziert wie es uns im Moment möglich ist. Fleisch kommt so gut wie gar nicht mehr in unseren Einkaufswagen. Butter wurde komplett verbannt. Am Käse halten die Kinder fest und auch uns beiden fällt der Verzicht schwer, aber wir schränken uns ein. Stattdessen gibt es oft Gemüsecremes in unterschiedlichsten Varianten, gerne auch selbstgemacht. Wir haben unsere Lebensmittelverschwendung absolut minimiert, viele Ideen entwickelt, was wir etwa mit altem Brot, übrig gebliebenem Gemüse, überreifen Bananen etc. tun können. Im Garten blüht viel, verschiedene Pflanzen, Bäume, aber auch Wildwuchs. Wir freuen uns, dass wir immer zahlreiche Vögel, Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten hier herumschwirren haben, und einen Teil unseres Obstes und Gemüses aus dem eigenen Garten ernten (wenn wir mal in Rente sind und sehr viel mehr Zeit haben wird dieser Anteil noch größer 😊).  Unsere Suchmaschine ist in der Regel Ecosia und nicht Google. Wir haben die Bank gewechselt und ein Konto bei der GLS Bank eröffnet. Auf unserem Dach sorgen Solarmodule für strahlende Gesichter bei uns und jede Menge umweltfreundlichen Strom, mit dem wir jetzt auch unser Auto betanken. Wir sind nicht perfekt, und wir üben uns auch nicht in völliger Askese, aber wir versuchen so viel zu tun, wie wir können – neben zwei Vollzeitjobs, 3 Kindern und einem Hund 😊. Mit unseren Beiträgen hoffen wir vielen Menschen Ideen zu geben auch kleine Veränderungen anzustoßen, denn es muss ja nicht immer vollständiger Verzicht sein. Und wir wollen zeigen, dass man oft mehr machen kann, als man auf den ersten Blick glaubt. Und so fing's vor zwei Jahren an: 

Montag, 31. Dezember 2018

Neues Jahr - neue Vorsätze


Was kann ich 2019 besser machen, das haben sich mein Mann und ich gefragt. Wir haben drei Kinder, die noch länger mit und auf dieser Welt leben werden als wir. Wie können wir ihnen etwas hinterlassen, das lebenswert und schön ist? Wir könnten versuchen weniger Plastikmüll zu verursachen. Und sie dabei mitnehmen. Uns Alternativen suchen. Wo könnte man auf Plastik verzichten, ohne dass man auf ein Kloster ziehen muss? Eigentlich könnten wir da schon jede Menge erreichen, wenn wir das, was wir kaufen, benutzen und verbrauchen bewusster tun. Und Plastik vermeiden wo wir es können. Die Idee wuchs schnell, so wie der Berg an Plastikmüll den Deutschland produziert. Wir sind Spitzenreiter in der EU - nicht gut. Wir wollen uns 2019 in das Abenteuer stürzen: "Familie minus Plastik". Dabei ist uns  klar, dass wir es nicht schaffen werden, völlig auf Plastik zu verzichten. Aber mal sehen, wie weit wir kommen, welche Ideen wir entwickeln. Der Weg ist das Ziel! Wir machen uns auf. Morgen wird erstmal Inventur gemacht: Wo haben wir überall Plastik - und wo könnten wir leicht darauf verzichten, wo wird es schwerer und wo wird es wohl kaum gehen? Wie können wir unsere Einkäufe in Zukunft so organisieren, dass wir nicht alle paar Tage/Wochen gelbe Müllsäcke voll unnötigem Verpackungsmüll auf die Straße stellen müssen? Hier wollen wir von unseren Erfahrungen, Erfolgen und Schwierigkeiten berichten. Neues Jahr, neues Projekt: "Familie minus Plastik" - wir freuen uns auf die Herausforderung.

Nicole und Maik

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