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Ökostrom und Ökobanking – oder: Trägheit überwinden hilft viel


Vor ein paar Monaten haben wir unsere Bank gewechselt und sind jetzt bei der GLS Bank. Wir hatten das schon viel länger vor, aber irgendwie dachten wir immer, dass der Aufwand zu groß wäre, oder wir hatten Bedenken, dass wir nicht alle Daueraufträge und Lastschrifteinzüge ordentlich mit rüber bekommen. Und es lief ja auch ganz gut so. Die Geheimzahlen der alten Bank hatten wir gut im Kopf, Onlinebanking lief, man brauchte sich um nichts zu kümmern.


Aber eigentlich war uns klar, dass wir das so auf Dauer nicht wollten. Denn konventionelle Banken wählen nicht unter nachhaltigen Aspekten aus, in welche Branchen und Firmen sie investieren. Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke, Waffenhandel, Nahrungsmittelspekulation – all das ist bei konventionellen Banken nicht ausgeschlossen. Öko-Banken dagegen investieren ihr, und damit ja auch unser Geld, auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien und das sowohl unter ökologischen als auch sozialen Aspekten. Sie bremsen nicht die Energiewende, sondern helfen sie zu beschleunigen und agieren mit kompletter Transparenz. Unter all diesen Gesichtspunkten betrachtet spricht alles für einen schnellen Wechsel.


Ökobanken nehmen zwar eine monatliche Kontoführungsgebühr, aber mittlerweile machen das ja auch die meisten konventionellen Banken oder werden es in Zeiten von Niedrigzinspolitik früher oder später tun. Sowohl GLS Bank, Triodos und Ethikbank kooperieren mit Volks- und Raiffeisenbanken, so dass man an all diesen Schaltern kostenfrei Geld abheben kann.

Und letztendlich geht alles viel leichter als man denkt, denn die neue Bank bietet einen Kontowechselservice an und informiert alle Zahlungsträger über den Wechsel. Man selbst muss sich da überhaupt nicht drum kümmern. Selbst die Kontoeröffnung ging (zumindest bei der GLS Bank, die wir gewählt haben) sehr viel einfacher. Man musste nicht mal zur Post fahren für ein Postident Verfahren (was ja für berufstätige Menschen immer etwas schwierig ist das die Öffnungszeiten voll in die Arbeitszeiten fallen). Alles lief über Videotelefonie, der Ausweis musste unter Anweisung vor der Kamera hin und hergedreht werden und in weniger als 5 Minuten war alles getan. Und mal ehrlich: sich eine neue Geheimzahl zu merken ist dann letztendlich ja auch unproblematisch.

Unser Fazit: wir hätten es schon viel früher machen sollen.


Genau wie den Wechsel zum Ökostrom Anbieter, den wir in der Tat schon sehr viel früher in die Wege geleitet hatten. Anfang letzten Jahres sind wir zu den Bürgerwerken gewechselt. Letztendlich gibt es keinen einfacheren Weg, um die notwendige Energiewende zu unterstützen. Ökostrom Anbieter liefern Strom aus erneuerbaren Energien und helfen damit die Abkehr von Kohlekraftwerken und Nuklearkraftwerken zu beschleunigen und den Strommix in Deutschland grüner zu machen.


Es gibt zahlreiche Ökostrom Anbieter. Aber hier sollte man schon genauer hinschauen. Denn es gibt auch einige „Ökostromanbieter“ die eigentlich zu den großen Atomkonzernen gehören. Und auch wenn diese Sparten Strom aus regenerativen Energiequellen beziehen, gehören sie letztendlich doch zu Anbietern, deren Haupteinahmequellen woanders liegen und deren Interesse es ist, die Energiewende zu blockieren oder zumindest zu verlangsamen. Deshalb sollte die Wahl besser auf reine Ökostromanbieter fallen, die erneuerbare Energien aktiv ausbauen. Dazu gehören die Bürgerwerke, Greenpeace Energy, EWS Schönau, Naturstrom und einige mehr.


Also: Ein paar Klicks, 1-2 Anrufe und schon hat man mit einem Banken und Stromanbieter Wechsel einen deutlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz getan.


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