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  • Familie Minus Plastik

Corona, Klima und Konferenzen

Im Moment dreht sich die Welt ja fast ausschließlich um ein Virus. Mit ganz konkret spürbaren Folgen für jeden Einzelnen. Der Klimawandel ist langfristig eine mindestens genauso große Bedrohung – nur halt für viele noch gefühlt abstrakt. Das Maßnahmenpaket der Regierung in der Corona-Krise zeigt aber, wie konsequent die Regierung handeln kann, wenn sie es will. Und jeder Einzelne auch. Wir haben da jede Menge Potential.



In diesem Sinne wollen wir als Familie auf jeden Fall weiter machen. Veränderung mit unseren kleinen Schritten. Und damit dazu beitragen, dass bald die notwendige Veränderung im Großen stattfindet. Vielleicht kann uns die jetzige Krise ja auch dabei helfen. Gerade erleben wir, dass die beruflichen Meetings auch als Tele- oder Videokonferenz funktionieren können. Es wäre doch schön, wenn wir damit auch nach der Krise weitermachen. Wenn wir uns jedes Mal fragen, ob das nächste Meeting wirklich unbedingt physisch vor Ort stattfinden muss, oder ob wir uns nicht digital treffen können, und damit keine Emissionen durch eine Vielzahl beruflicher Kurzstreckenflüge ausstoßen. Viele Firmen denken bereits um. Schon vor der Krise gab es bei einigen Firmen die Direktive Dienstreisen auf ein Minimum zu beschränken.


Wir haben uns jedenfalls vorgenommen auch weiterhin auf digitale Meetings zu drängen. Ist ein physisches Treffen dann doch notwendig, werden wir so gut es geht auf das Flugzeug verzichten und mit der Bahn reisen. Als Mutter präferiere ich digitale Meeting sowieso. Statt der langen umweltschädlichen Reise bin ich nur die Zeit der Präsentation gebunden – im Durchschnitt 3 Stunden vs. 1-1,5 Tage für eine Reise. Bei Maik gibt es im Rahmen von Reportagen die Überlegungen ob es immer die weiten Reisen sein müssen, oder ob es nicht auch erstrebenswert ist die ein oder andere Reportage möglichst klimaneutral zu gestalten.


Dann gibt es noch drei weitere super einfache Maßnahmen, die wir umgesetzt haben und die weder Verzicht noch viel Arbeit mit sich bringen und dazu beitragen viel CO2 einzusparen:


1) Der Wechsel zu einem unabhängigen Öko Strom Anbieter.

Das ist kaum Aufwand und bringt viel Einsparung. Wir sind zu den unabhängigen Bürgerwerken gewechselt. Laut Greenpeace kann ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen. Das ist ordentlich, und es ist mit keinerlei Mehr Arbeit verbunden und man muss auf nichts verzichten.


2) Abschaltbare Steckdosen – kein Stromverbrauch im Standby

Um unseren Stromverbrauch zu reduzieren haben wir per WLAN gesteuerte Steckdosen installiert, die den Standby-Modus verhindern – denn der kleine rote Punkt am Fernseher bedeutet ja: hier wird immer noch Strom verbraucht – obwohl gar keiner guckt. Und auch Handy-Ladegeräte sind durstig nach Elektrizität – selbst wenn kein Handy dran hängt. Bei uns heißt fertig mit der Arbeit jetzt auch immer Steckdose aus. Nachts schlafen die Geräte dann wie wir.


3) LED statt Glühbirnen

LED-Leuchtmittel brauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. Der Austausch geht super schnell, die LED sind mittlerweile nicht mehr teuer, und das Einsparpotenzial groß. Gut für den Geldbeutel und gut für die Umwelt


4) Wäsche nicht zu heiß waschen und zum Trocknen aufhängen statt in den Trockner

Nur Handtücher, Unter- und Bettwäsche und stark verschmutzte Kleidung waschen wir bei 60°. Das ist meist nur 1 Maschine pro Woche für uns als 5-köpfige Familie. Wir warten immer bis die Maschine voll ist und wenn meine Jungs mir ihren Pulli oder Hose nach 1x tragen in den Wäschebeutel stecken, wandert der auch häufiger erstmal ohne Wäsche zurück in den Schrank - natürlich nur, wenn er noch sauber ist. T-Shirts, Socken, Pullis, Hosen waschen wir bei leichter bis normaler Verschmutzung nur bei 30-40°. Und zum Trocknen wird die Wäsche entweder im Garten oder im Bad aufgehängt. Laut Greenpeace spart das 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.


Addiert man das alles zusammen, kommt man auf einiges an Einsparungen, ohne viel Aufwand in monetärer oder physischer Form. Zum Nachahmen empfohlen. 😉

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