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  • Familie Minus Plastik

Frankreich minus Plastik - oh lala...

Seit fast einer Woche sind wir jetzt in Frankreich. Wir haben eine super Zeit, ein Haus auf dem Land, nicht direkt am Strand, dafür aber mit großem Garten. Plastik reduziert einkaufen war dann aber doch schwieriger als wir das dachten – zumindest im Supermarkt. Wir waren in mehreren großen Geschäften, die meisten größer als bei uns, mit meterlangen Regalen. Wir dachten, dass wir dort bestimmt auch Milch und Joghurt in Gläsern finden würden. Leider Fehlanzeige. Auch das Obst und Gemüse einfach so in den Einkaufswagen zu legen, wie wir das in Deutschland immer machen, ging leider nicht. Die Kassiererin hat uns zurück zur Waage geschickt mit dem Hinweis, dass jede Obst- und Gemüsesorte in Plastiktüten gepackt und abgewogen werden muss. Wir waren schon kurz davor, das Obst und Gemüse dort zu lassen, als wir zum Glück entdeckt haben, dass es keine Plastikbeutel waren, sondern kompostierbare Tüten aus Maisstärke. Fühlen sich auch ganz anders an als Plastikbeutel. Scheint uns eine sinnvolle Alternative zu sein. Warum gibt es die in unseren Supermärkten eigentlich nicht?



Saft in Glasflaschen zu finden war auch überhaupt nicht einfach. Wir hatten nicht viel Auswahl. Es gab nur einen Bio Saft, der in Glas abgefüllt war, aber ist ja ok, reicht ja. Und dann DIE Entdeckung: Grenadine Sirup in einer Glasflasche. Das ist wirklich super, denn man braucht nur einen kleinen Schluck auf sehr viel Wasser und hat ein leicht süßliches, gut schmeckendes Getränk für die Kinder. Und Wasser nehmen wir ja sowieso aus dem Hahn, sparen damit schon mal jede Menge PET Flaschen und damit Plastikmüll ein, denn die Plastikflaschen mit dem Wasser sind ja auch immer nochmal zu sechst zusätzlich in Plastik eingewickelt.


Und dann haben wir entdeckt, dass es hier manchmal unterwegs kleine Stände gibt, wo regionale Obst- und Gemüseverkäufer ihre Ware direkt vom Feld anbieten. Das ist super, denn dort konnte man alles unverpackt auf die kleine Waage legen, das Obst und Gemüse musste keine weiten Strecken zurücklegen, hat eine super CO2 Bilanz und war jeweils nur in Kisten gepackt. Bei uns landete es dann im Stoffbeutel. So werden wir jetzt die nächsten Tage immer unser Obst und Gemüse kaufen. Und im Garten haben wir einen großen tollen Feigenbaum, von dem wir super leckere Feigen ernten. Und sogar ein kleine Rebe mit sehr leckeren Weintrauben.


In den Städten und Örtchen wie Narbonne oder Vias gibt es sehr oft Märkte, auf denen wir Fleisch und Fisch, aber auch tolle Oliven- und Lavendelseifen kaufen können, unverpackt direkt vom Stand. Und sie duften im Auto so sehr, dass wir uns schon fragen, warum man die nicht statt der chemischen Wunderbäume ins Auto legt.


In Béziers, der ältesten Stadt Frankreichs, haben wir dann sogar noch komplett zufällig im Vorbeilaufen einen echten Unverpackt-Laden gefunden :-)

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