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  • Familie Minus Plastik

Halloween – Der Plastik-Horror und eine Idee...

Bald ist es wieder so weit: Halloween. Als ich mit den Jungs anfing zu diskutieren, dass das Einsammeln von vielen verpackten Süßigkeiten ja nicht mit unserem Plastikfrei-Projekt vereinbar sei, war der Aufruhr groß. Yannis erklärte mir direkt, dass er das ganze Projekt dann gar nicht mehr gut findet, und nicht mehr mitmacht, wenn sie an Halloween keine „Süßes oder Saures“ Tour machen könnten. Mattis erklärte sich direkt solidarisch. Streik!

Hm - da gab es keine Verhandlungsbereitschafft, eine echte Grenze war erreicht….die Gesichter zeigten: das ist ernst.


Da ich die Jungs für das Projekt nicht verlieren will, musste ich Kompromisse eingehen. Halloween wird zur Ausnahme erklärt, sie dürfen mit ihren Stofftüten losziehen. Nur ich wollte für unsere Gaben nicht massenhaft Plastik Süßigkeiten einkaufen. Heute Morgen hatte ich dann eine Idee: Halloween-Kekse, Grusel-Kekse. Bislang haben wir immer nur an Weihnachten Plätzchen gebacken, aber warum eigentlich? Rund ums Jahr werden ja auch Kekse gegessen. Es war sowieso ein trüber Sonntagvormittag, kein schönes Wetter zum Rausgehen, Maik war auf der Arbeit, irgendeine Beschäftigung musste eh her. Die Kinder waren direkt hellauf begeistert von der Idee Halloween-Kekse zu backen. Wir haben einen einfachen Plätzchen Teig gemacht aus folgenden Zutaten:


2 Eier, 250 g Butter, 150 g Zucker, 500 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker. Alle drei Kinder haben eifrig mitgeholfen. Mir fiel die Aufgabe zu, dafür zu sorgen, dass das Ganze nicht komplett im Chaos endet, kein Teig auf dem Boden landet, der Rührer im Teig bleibt und jeder mal rühren darf.



Backpapier das man danach direkt weg wirft, benutzen wir nicht mehr, stattdessen haben wir die Backbleche mit Butter eingefettet, so entsteht kein unnötiger Müll. Auch das machte den drei Spaß, und zum Glück brauchten wir eh drei Backbleche und hatten auch drei Pinsel. Förmchen hatten wir keine, da haben wir nur die Weihnachtsvariante. Und auch wenn Maya meinte, ein Gruselstern sei ja auch schön, fiel diese Idee bei den Jungs durch. Statt Förmchen haben wir dann Messer als Werkzeuge genutzt. Wir haben Gespenster ausgeschnitten, Kürbisse und einfach runde Kreise, die später ein Gruselgesicht bekommen sollten. Hat mal mehr mal weniger gut funktioniert, ganz entsprechend dem Alter der drei. Einige von Mayas Plätzchen habe ich dann schnell auf dem Blech nachbearbeitet, einige wurden so gelassen, echte Originale eben...


Die Plätzchen haben wir dann mit einer Puderzucker-Mischung verziert. Eine Schüssel voll mit Puderzucker, etwas Zitronensaft drauf, fest umrühren, fertig ist der weiße Zuckerguss. Die Masse halbiert und in die eine Hälfte orange Lebensmittelfarbe gegeben und fertig der orange Zuckerguss für alle Kürbisse und orangenen Gruselgesichter. Von Yannis‘ Pokemon Party hatten wir noch eine schwarze Zuckerguss Tube, mit der konnten wir dann die Grusel- und Gespenstergesichter drauf malen. Wir waren lange beschäftigt, der Vormittag war gut ausgefüllt.


Die Kinder sind sehr stolz auf ihre Kekse. Natürlich wurde sehr fleißig probiert. Und die Freunde, die nachmittags zu Besuch kamen, wurden auch eifrig bedient. Mir kommen berechtigte Zweifel, ob wir bis Halloween noch eine Schüssel voll mit Keksen haben werden….

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