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Ist MinusPlastik teurer?

Wir haben einige Zuschriften zu unserem Blog bekommen. Fast ausschließlich positiv und von Lesern, die sich inspiriert fühlen es uns nachzumachen. Das freut uns wirklich sehr! Christin bspw schrieb:


„Ihr Blog und Podcast sind sehr inspirierend. Sie führen uns vor Augen, dass ein Plastik reduziertes Leben auch möglich ist, wenn man beruflich und familiär voll eingespannt ist. Ich selbst habe das bisher immer als Ausrede genutzt. Ab jetzt nicht mehr ;) Eine Frage stellt sich mir aber noch: Haben Sie das Gefühl mehr Geld auszugeben als zuvor? Ich glaube tatsächlich ist nicht nur in meinem Kopf das Vorurteil verankert, dass verpackungsarm zu kaufen teurer ist. Diese Erfahrung habe ich bei beispielsweise unverpacktem Gemüse, Joghurt im Glas und Holzzahnbürsten gemacht. Über einen Blogbeitrag zum Thema Kosten bin ich sehr dankbar.“


Vielen Dank Christin für diese Worte. Und gerne greifen wir deine Frage auf. Die Antwort ist nicht ganz einfach. Es ist eine Mischkalkulation. Der Einkauf der Lebensmittel ist oft in der Tat etwas teurer, besonders wenn man in Unverpackt Läden einkauft. Milch in der Glasflasche ist ein kleines bisschen teurer. Joghurt nicht unbedingt. In unserem Supermarkt ist sehr oft bspw. Landliebe oder Almighurt im Glas im Angebot. Nudeln kaufen wir von Barilla, da gibt es nur ein ganz mini kleines Plastiksichtfeld, das kann man nachher abreißen, und der Rest der Verpackung geht ins Altpapier. Die sind nicht teurer als andere Nudeln und sehr häufig auch im Angebot.


Äpfel, Karotten etc. sind nicht unbedingt teurer, wenn man sie NICHT in den auch häufig angebotenen 1- oder 2kg Säcken kauft, oder die Pfirsiche nicht in der Plastik Schale. Aber bei einigen Lebensmitteln, insbesondere für Reis, Nüsse, Müsli zahlt man im Unverpackt Laden durchaus mehr als im normalen Supermarkt. Allerdings geht es ja nicht nur um das Vermeiden von Müll, sondern auch um die eigene Gesundheit. Plastik gibt Mikroplastik Partikel in die Lebensmittel ab. Mittlerweile wurde selbst im Urin von Kindern Plastikrückstände gefunden. Ich finde das erschreckend. Plastik wirkt hormonell, kann zu Fruchtbarkeitsstörungen führen und steht im Verdacht krebserregend zu sein. Man weiß nicht genau was Plastik noch alles anrichtet, aber es ist klar, dass es nicht gut sein kann. Deshalb geben wir gerne etwas mehr für Lebensmittel aus.


Copuyright Marina Weigl / Der Spiegel

Gleichzeitig hat man an anderen Stellen Einsparpotenzial: bei Kosmetika und Putzmitteln. Bei beiden Sachen gehe ich manchmal verwundert durch die langen Regalreihen in Supermärkten und Drogerien und frage mich ob man / frau das wirklich alles braucht. Reinigungswasser, Augencreme, Peeling, Serum, Power Serum und ich weiß nicht wie das sonst noch alles genannt wird. Ich habe eine einfache Feuchtigkeitscreme, das reicht mir. Hautcreme nutze ich nur sehr selten, und nur wenn ich merke meine Haut braucht es. Deo, Duschgel machen ich mittlerweile selbst. Alles mit wenigen günstigen Zutaten (Anleitungen hier im Blog).


Auch Putzmittel, Spülmittel, Spülmaschinenpulver, Waschmittel machen wir selbst, mit unseren vier Wundermitteln Natron, Soda, Zitronensäure und Kernseife. Die haben wir immer zu Hause, einmal gekauft für wenig Geld halten sie sehr lange und man kann daraus alle Reinigungsmittel blitzschnell selber herstellen.


Klingt aufwendig? Ist es wirklich nicht! Wir arbeiten beide Vollzeit mit viel Verantwortung plus 3 Kinder und einen Hund, Zeit ist also nicht im Überfluss da… Ich garantiere, dass alles, was wir hier im Blog vorstellen sehr schnell geht!


Alles in allem und wenn man Putzmittel und einige Kosmetika selbst macht, denken wir nicht, dass plastikfreies Leben sehr viel teurer ist.

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