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Ostern minus Plastik plus Corona

Aktualisiert: vor 6 Tagen


Basteln, malen, backen – an Ostern überraschen wir gerne unsere Nachbarn. Das ist mittlerweile schon eine kleine, feine Tradition geworden. Und die Kinder sind immer mit dabei. Dieses Jahr haben wir nicht nur Osterkarten selbst gemalt sondern auch noch gebacken. Denn wir hatten von netten Nachbarn Hasen Ausstech-Formen geschenkt bekommen. Also gab’s dieses Jahr Osterkekse zum Ostergruß. Die Kinder waren sofort begeistert und haben eifrig mitgeholfen. Gleicher Teig wie Weihnachtsplätzchen, nur eben jetzt Oster Plätzchen. Warum nicht, es macht Spaß und so müssen wir keine Osternaschereien in Plastik verpackt einkaufen. Die Kinder waren mit uns gemeinsam den Vormittag beschäftigt, und die Nachbarn haben sich gefreut. Win win.


Dieses Jahr sind die Osterferien ja leider etwas weniger ereignisreich als früher. Vieles geht aufgrund von Corona nicht. An Urlaub und Wegfahren ist nicht zu denken, schon gar nicht bei den ansteigenden Zahlen. Also sind wir zu Hause und haben auch die Kids nicht in die Betreuung geschickt. Und nutzen die gemeinsame Zeit. Da passt es gerade super, dass es in der Grundschule von Mattis eine Lehrerin gibt, die sich auch sehr für Umweltschutz engagiert und die Kinder mit ins Boot holt. Seit gestern sind sie eifrig dabei Plakate für die Schulwand zu gestalten. Mattis war den Vormittag über mit Haien beschäftigt, und warum die so wichtig sind für unser Ökosystem. Mit seinen 7 Jahren ist es seine erste kleine Mini Recherche in Büchern und im Netz. Dieses Plakat ist dabei rausgekommen.


Yannis ist zwar nicht mehr in der Grundschule, aber da er in seiner Schule bisher seine Umweltideen noch nicht weiterverfolgen konnte, und dort eher auf Schwierigkeiten gestoßen ist, hatte er gebeten mit machen zu dürfen. Sein Thema für die Plakatwand ist „Plastikflut, wie ihr sie vermeidet und helft“. Darüber schreibt er ja auch in seinem eigenen Blog.


Ach ja, und a propos schreiben und vor allem lesen: Wir waren und sind eigentlich immer noch Fan von Gedrucktem, sowohl von Zeitungen als auch von Büchern. Aber auch Papier und Papiermüll sind ein großes Problem. Deutschland nimmt im Papierverbrauch weltweit leider eine Spitzenposition ein, und trägt damit erheblich zum Raubbau nicht nur unserer eigenen Wälder bei, denn ca. 80% importieren wir. Online Versand, Verpackungen, Magazine, Zeitungen, Toilettenpapier - für all das wird Wald gerodet, und der Papierverbrauch nimmt stetig zu. Wir brauchen unsere Wälder, sie versenken einen guten Teil des CO2 das wir produzieren. Deswegen müssen wir auch unseren Papierkonsum reduzieren. Was kann man tun? Hier ein paar Ideen:

Bei unseren Zeitungen sind wir umgestiegen auf digitale Varianten. Spiegel, Zeit, FAZ aufs Tablet, ohne Müll. Ganz am Anfang mussten wir uns schon etwas umgewöhnen, aber eigentlich nur kurz. Es hat ja auch noch einen Vorteil: das digitale Lesegerät eingesteckt und schon hat Mann/Frau diverse Zeitungen und Zeitschriften dabei, und nicht immer nur die aktuellste Ausgabe.

Toilettenpapier kaufen wir nur in der recycelten Variante, auch wenn sich Oma über unser gries graues, hartes Toilettenpapier beschwert.

Um die Papierflut noch weiter einzudämmen, haben wir auf unserem Briefkasten einen Aufkleber, dass wir keine Werbung oder Gratis Zeitungen wollen.

Und Maya, die mit ihren 5 Jahren gerade in der Hochphase der Malproduktion ist, bekommt Blätter die schon einseitig genutzt wurden. Die alten Deutsch- oder Mathearbeitsblätter von Mattis bekommen so noch eine zweite Nutzung.

Beim Papierkauf werden wir nächstens auf den Blauen Engel achten. Dies ist das einzige Siegel, das garantiert, dass diese Produkte komplett aus Recycling hergestellt werden. Wenn jeder diese Umstellung machen würde, UND sie auch im Betrieb, bei der Stadt, in Kitas und Schulen vorschlagen würde, wäre schon viel gewonnen.

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