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  • Familie Minus Plastik

Reine Kopfsache...

Aktualisiert: Apr 17

... ist das mit dem Umstellen auf ein Leben ohne oder zumindest mit deutlich weniger Plastik. Und um den Kopf geht's uns diesmal noch in etwas anderer Weise...

Zum Duschen werden wir, wenn alle Duschgels verbraucht sind, auf Seife umsteigen. Zum Haare Waschen könnten wir auch Haarseife kaufen, und Deo gibt es auch als auch Art Kegel in Papier verpackt zu kaufen, aber derzeit nur online. Und das Selbermachen von Deo und Shampoo soll sehr schnell gehen. Also haben wir es ausprobiert.

Unser erster Versuch war ein Deo. Erstmal als Deocreme.



Die Zutaten:

· 3 TL flüssiges Kokosöl /fett (im Glas erhältlich bei Drogerien, Bioläden, Reformhaus)

· 2 TL Natron

· 2 TL Speisestärke

· 1 Tropfen ätherisches Öl (optional)

· Ein altes Marmeladenglas oder ähnliches zur Aufbewahrung


Und so einfach geht es:

Natron und Speisestärke vermischen. Koskosöl in warmes Wasser stellen, damit es flüssig wird. Einen Teelöffel des flüssigen Kokosöls zu der Natron-Stärke Mischung geben, alles umrühren bis es eine Paste wird, nach und nach die anderen zwei TL Kokosöl unterrühren. Soll es nicht nach Kokos riechen, einfach einen Tropfen ätherisches Öl dazu geben und dann alles in ein Glas füllen. Die Paste wie eine Creme unter den Achseln auftragen.


Alternativ der selbstgemachte Deo-Roller:

· 100 ml Wasser

· 2 TL Natron

· 1 Tropfen ätherisches Öl

· 2 TL Speisestärke

· Einen leeren Deoroller


Das ist das Rezept:

100 ml Wasser erhitzen und 1-2 TL Speisestärke einrühren – erst 1 TL, dann so lange weitermachen, bis das Deo eine Sirup-artige Konsistenz hat. Wenn das Deo etwas abgekühlt ist das Natron unterrühren. Optional wieder 1 Tropfen ätherisches Öl dazugeben, gut umrühren und vermischen, dann in den leeren Deoroller füllen und fertig.

Fazit: es riecht sehr angenehm, lässt sich gut auftragen und erfüllt seinen Zweck 😊


Shampoo kann man auch einfach selber machen, mit Roggenmehl oder mit Kokosöl. 


Die erste ganz einfache Variante: 

2 EL Roggenmehl und 150 ml Wasser mit dem Schneebesen verquirlen, wenn es gut riechen soll 1 Tropen ätherisches Öl dazu geben. Die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig, und es schäumt auch nicht richtig. Aber die Haare lassen sich gut damit waschen. Wenn man es in einem Glas aufhebt für weitere Anwendungen, setzt sich das Mehl ab. Vor Gebrauch schütteln oder einfach umrühren und es kann wieder losgehen.


Alternativ ein Kokosöl Shampoo

3 EL geriebene Kernseife, mit 8 EL kochendes Wasser und 1El Kokosöl in feuerfesten Behälter geben, im Wasserbad erhitzen, umrühren bis es eine gleichmäßige Masse ist.

Für eine Haarkur kann man 1 Eigelb hinzugeben. Etwas einwirken lassen, gut ausspülen und fertig. Wirklich einfach und man hat keine bedenklichen Zutaten auf dem Kopf und keinen Plastikmüll produziert. 


Nachtrag 1,5 Jahre später:

Die eigene Herstellung von Shampoo hat sich bei uns nicht wirklich durchgesetzt. Vor allem nicht das Roggen Shampoo.... War ein netter Versuch, aber dauerhaft doch alles etwas schlierig. ABER mittlerweile hat sich viel getan und Man/Frau erhält ohne Probleme diverse Shampoo Seifen in der Drogerie, die alle wirklich prima funktionieren. Wieder ein Beweis dafür, dass wir als Verbraucher alle zusammen eine gewissen Macht haben. Wo es eine Nachfrage gibt, lässt auch ein Angebot nicht lange warten. Nicht umsonst kommen immer mehr feste Shampoos, feste Deo Cremes und Shampoo-, Dusch-Flaschen etc. aus recyceltem Plastik auf den Markt.

Für uns ist das die Lösung: Wir kaufen jetzt einfach immer zwei Seifen: eine für den Körper, eine für die Haare. Die hängen in einem kleinen Stoffbeutelchen in der Dusche, und das funktioniert wunderbar.