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  • Familie Minus Plastik

Tschüss Butter

Wir waren ziemlich geschockt als wir beim Recherchieren nach klimafreundlichen Lebensmitteln gesehen haben, dass Butter das klimaschädlichste Lebensmittel ist, noch vor Rindfleisch!


Warum das so ist? Laut Öko-Test werden 18 l Milch zur Herstellung von 1kg Butter benötigt. Das heißt viele Kühe und viel Tierfutter. Und genau da liegt das Problem, denn allein bei der Herstellung des Tierfutters werden große Mengen Treibhausgase freigesetzt. Und dann stoßen die Kühe bei der Verdauung Methangas aus und das ist noch schlechter für das Klima als CO2 - rund 36 mal so schädlich. Mir war das überhaupt nicht bewusst. Und ich habe im Rahmen unseres plastikfreien Lebens Margarine aufgrund ihrer Plastikverpackung gemieden und Butter gekauft. Dabei ist Margarine für das Klima das deutlich kleinere Übel. Ich selbst esse zwar auf dem Brot weder Butter noch Margarine, weil es mir einfach nicht schmeckt, aber Maik und die Kinder haben es eigentlich immer gerne gegessen. Und auch zum Backen habe ich immer wieder Butter gekauft. Das werde ich ab jetzt sicherlich nicht mehr tun. Aber dicke Plastikverpackungen wie die von Margarine will ich auch nicht mehr im Haus haben. Was jetzt? Plastikfrei vs. Klima? Das ist ja ein blödes Dilemma…



Und wie würde die Bilanz aussehen, wenn man die Verpackung mit einbezieht? Darüber haben Maik und ich schon öfter nachgedacht. Eigentlich müsste es ein Kennzeichen System für Lebensmittel geben, wo man genau in solchen Fällen bei beiden Produkten auf ein Siegel schauen und mit einem Blick erkennen kann, wie hoch die Auswirkungen auf Umwelt und Klima sind - und zwar für das Produkt inklusive seiner Verpackung. Das würden wir uns wünschen und es könnte bei einigen Produkten eine gute Entscheidungsgrundlage bilden.


Zum Glück können wir uns in diesem Fall von beiden Produkten abwenden, denn es gibt eine tolle Alternative, die wir bereits im vielfältigen Einsatz haben: Kokosöl. Das bekommt man im Glas und ist eine Alternative zu Margarine und Butter. Und wir mögen es alle, auch die Kinder. Doch was ist beim Backen? Da hatte ich bislang Butter im Einsatz. Nach kurzer Recherche bin ich erleichtert, denn Butter kann man auch zum Backen durch Kokos-, Sonnenblumen- oder Rapsöl ersetzen. Ist zwar etwas Rechnerei, wenn man Rezepte mit Butter oder Margarine hat. Butter besteht nämlich nur zu 80 % aus Fett, der Rest ist Flüssigkeit (wie Molke). Öl dagegen ist fast 100 % Fett. Und auch Kokosöl ist konzentrierter und enthält kein Wasser, deshalb soll man 100g Butter mit 60g Kokosöl und 2-3 Esslöffeln Wasser oder 80g Sonnenblumenöl ersetzen.


Direkt mit dem Lieblingskuchen der Kinder, Bananenkuchen, ausprobiert und es funktioniert gut. Deshalb sagen wir jetzt ganz entspannt: Tschüss Butter!

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