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  • Familie Minus Plastik

Von der Rolle...

Sonntag, 20.1.2019


Erste Hürde: Toilettenpapier. Schwierig. Das ist immer in Plastik verpackt. Bei meiner Recherche bin ich auf Bambus Toilettenpapier gestoßen. Das ist in Papier verpackt, auch gar nicht so teuer. Ich hätte es fast bestellt. Aber dann habe ich gesehen, dass es aus China kommt. Toilettenpapier, das aus China hierher geschifft wird – ökologisch keine gute Alternative. Dann doch lieber Recyclingpapier von hier und die Plastikumhüllung in Kauf nehmen. Im Netz finden sich noch weitere Ideen, wie man ganz auf Toilettenpapier verzichten kann, stattdessen Po-Dusche (samt Anleitung wie sie einzubauen ist). Das erinnert mich an mein Auslands-Studienjahr in Granada. Einer meiner Mitbewohner war Marokkaner und weigerte sich, seinen Beitrag zum gemeinsamen Toilettenpapier zu zahlen, weil er es auch nicht benutzen würde. Damals habe ich gelernt, dass Toilettenpapier in der Tat nicht für jeden unabdingbar ist… Aber für unsere Familie schon. Und da ist dann für uns eine Grenze erreicht. Das meinen wir mit pragmatisch statt dogmatisch: so viel reduzieren wie es geht, aber ohne komplett aus unserer Komfortzone raus zu müssen. Mittlerweile haben wir aber doch eine Alternative gefunden: Rollen im Unverpackt Laden. Das sind spezielle Läden, in denen man alles ohne Verpackung kaufen kann. Man geht mit seinen Behältern hin, wiegt diese, füllt Reis, Nudeln, Nüsse etc ab und zahlt an der Kasse nur das Gewicht der abgefüllten Waren. Auf den ersten Blick erscheint die Rolle mit ca 2€ übermässig teuer. Bekommt man doch sonst eine ganze Packung Recyclingpapier für das Geld. Aber es sind 700 Blatt drauf, auf einer handelsüblichen verpackten Rolle nur 200. Trotzdem der 3-fache Preis. Beim nächsten Mal werden wir wohl hier kaufen. Das ist es uns wert. Wenn wir nicht extra hinfahren müssen, sondern eh in Köln unterwegs sind...  Kann man ja auch gut auf Vorrat kaufen...

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